Vera Lassen

Von der inneren Notwendigkeit, 6.Juli - 6.August 2016

Vernissage 6.Juli, 19 Uhr. Finissage 6.August, 19 Uhr

 

 

 

 

Vera Lassen

 

Ich beginne meine Bilder ohne feste Vorstellung, ohne Konzept, klebe Material auf z.B.Stoff, Papier, Sand, Verbandmull, übermale, wasche ab, kratze, schabe, bürste oder nähe; ein ständiger Zerstörungsprozess, eine Misshandlung der Papiere. Oft wird das Blatt wieder und wieder in der Badewanne mit dem Brausestrahl traktiert, es muß trocknen und ich überlege wie weiter. Erschöpfungszustände folgen unausweichlich.

 

Die Zeit des Überlegens ist viel länger als die handwerkliche Tätigkeit, schnelle Ergebnisse sind nicht zu erwarten: kein Bild lässt sich wiederholen. Ich arbeite mehr oder weniger mit dem Zufall. Manchmal kommt die Idee vom Bild, manchmal diktiere ich dem Bild wie es weiter gehen soll, denn es ist wie mit jedem Zufall, ICH entscheide letztlich, ob ich eine Chance nutze, oder ob ich sie verstreichen lasse.

 

Meine Bilder male ich nur für mich selbst. Das schließt jede Spekulation aus, z.B. dass ein Bild gefallen muss, dass es sich gut verkaufen soll, es muss kein Diener der Menge sein. 

 

Das Beruhigende- oder Beunruhigende an dieser Malerei ist, dass ein Bild nicht nur zeigt wie man malt, sondern wie man ist, wie man lebt- für manche Menschen durchschaubar. Wobei die Wirkung eines Bildes auch mit der jeweiligen Verfassung des Betrachters zusammenhängt.

 

Ich beziehe alle Inspirationen aus meiner Innenwelt, es sind „innere Bilder“ - Bewältigungsarbeit aus früheren und heutigen Jahren. Bestimmt kein bequemer Weg.

 

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