Mara Ruehl, TIME OUT, 28. November - 10. Januar 2015

 

 

Mara Ruehl

 

Als sinnliches und intellektuelles Ereignis konfrontiert die neue Werkreihe von Mara Ruehl den Betrachter mit Fragen nach Farbe, Form, Fläche, Bildebenen, Raumwirkung, Materialität und Transzendenz. Es geht um das Ausloten von Bildoberflächen und die Hinterfragung der von Farbe erzeugten Illusion von Räumlichkeiten. So entsteht ein Farbfeld, in das man eintauchen und in dem man verweilen kann. Die erzielte Farbintensität durch perfektionierte Lasurtechnik zieht den Betrachter mit ihrer Glätte ganz unmittelbar in den Bann und fordert ihn auf, sich meditativ auf das Beziehungsgeflecht von Fläche und Tiefe, sowie Farbe und Raum einzulassen.

 

 

Mara Ruehl befreit die Farbe vom Gegenstand. Sie lässt Farben vielschichtig im Raum fließen und strömen. Interpretationsmöglichkeiten bleiben somit in alle Richtungen offen.

Sie versteht es, durch die verschiedenen übereinandergelegten Farbschichten, nuancierte Raumtiefen zu erlangen, und dadurch eine neue Raumdimension hervorzurufen. Form und Qualität der Farbe sind der Kern Ihrer dynamischen Kunst. Die Feinheit ihrer Pinselführung durch vielschichtig hintereinander gelegte Farbflächen verleihen den Bildern eine starke Ausdruckskraft und Vitalität. 

 

Im Jahr 2012 entstand die erste der aktuellen Werkreihen zum Thema „Stille“, die aus monochromen Arbeiten besteht, in denen eine absolute Reduktion auf den Reiz der Farbe stattfindet. Ihre intensive Arbeit mit dieser Thematik führte sie dann über die Werkreihe der „Farbfelder“ hin zu den „Farbräumen“, mit denen sie sich bis heute auseinandersetzt. 


Die Intention ist die Interaktion von Farben und Flächen, die bei intensiver Betrachtung diffus zerfließen, zu wabern beginnen, pulsieren und vibrieren. Sie scheinen ein Eigenleben 
zu entwickeln und den Betrachter selbst in sich aufzunehmen. 

 

Zu Besuch im Atelier Mara Ruehl.